Schuldenbereinigungs-verfahren

Unser Tätigkeit besteht auch darin, dass wir für Sie mit unseren Anwälten das gesetzlich vorgeschriebene außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren durchführen.

Da dieser Teil des Verfahrens von einem professionellen Berater durchgeführt werden muss, ist Selbsthilfe hier nicht möglich.

Zunächst entwerfen wir einen sogenannten Schuldenbereinigungsplan, in dem alle Gläubiger nach der Höhe ihrer Forderung und der sich daraus ergebenden Quote aufgelistet sind.
Der Schuldenbereinigungsplan enthält außerdem Angaben zu Ihrem Einkommen, Ihrem Vermögen und wie die Schulden aus Ihrer Sicht zurückzuzahlen sind.

Im Gesetz ist nicht geregelt, welcher Prozentsatz oder Geldbetrag den Gläubigern angeboten werden muss. Eine Mindestquote oder einen an die Gläubiger zu zahlenden Mindestbetrag sieht die Insolvenzordnung nicht vor. Das Geringste, was den Gläubigern angeboten werden muss, ist der so genannte „modifizierte Null-Plan„. Darin verspricht der Schuldner, dem pfändbaren Anteil seines Einkommens über die Dauer des Insolvenzverfahrens zur Verfügung zu stellen.

Diesen Schuldenbereinigungsplan senden wir Ihren Gläubigern und fordern sie binnen der gesetzlich vorgeschriebenen vierwöchigen Frist zur Zustimmung auf.
In der Regel kommt der Schuldenbereinigungsplan nicht zustande. Für das Scheitern genügt es, wenn auch nur ein Gläubiger abgelehnt hat. Aber das macht nichts, denn nun ist der Weg zum eigentlichen Insolvenzverfahren frei und der Antrag kann bei Gericht eingereicht werden.

Wenn Sie nicht auf das Zustandekommen eines gerichtlichen oder außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplans angewiesen sind – beispielsweise weil Forderungen bestehen, für die es keine Restschuldbefreiung gibt – kann es Ihnen nur recht sein, wenn möglichst viele Gläubiger den Schuldenbereinigungsplan ablehnen.

Denn damit ist der Weg zum eigentlichen Insolvenzverfahren frei und der Insolvenzantrag kann gestellt werden. Erfahrungsgemäß macht es wenig Sinn, sich auf außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren mit den Gläubigern einzulassen. Dies verzögert nur die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und am Schluss ist man wieder so weit wie vorher und beantragt das Verfahren dann doch. Dann ist aber ein halbes Jahr verloren.

Sollte Ihnen noch eigenes Vermögen oder Vermögen von dritten Personen zur Verfügung stehen, welches Sie einsetzen möchten, um einen ernst gemeinten außergerichtlichen Schuldenvergleich zu schließen, dann ist eine individuelle Beratung, eventuell im Beisein eines Rechtsanwalts, nötig. Nur so kann sichergestellt werden, dass Ihnen im Nachhinein keine Nachforderungen oder andere Nachtteile entstehen. Nach unserer Erfahrung gelten Schuldenvergleiche als aussichtsreich, wenn dem Schuldner ein Großteil der Gesamtforderung als Verhandlungsmasse zur Verfügung steht.

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